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Wer mit der Imkerei beginnt, steht schnell vor der Frage: Welche Beute ist für Anfänger*innen am besten geeignet? Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Entscheidend sind das Rähmchenmaß, das Material, das Gewicht der Zargen und die Betriebsweise. Ebenso wichtig ist, welches System Imkervereine und erfahrene Imker*innen in Ihrer Umgebung nutzen. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, eine Beute zu wählen, die langfristig zu Ihnen und Ihrer Imkerei passt.
Am Anfang begegnen Ihnen viele Beutensysteme: Spaarkast, Simplex, Dadant, Segeberger, Langstroth, Warré und Top-Bar-Hive. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern. In der Praxis bestimmen vor allem Rähmchenmaß, Zargengröße und Material, wie Sie später arbeiten. Rähmchen sind die herausnehmbaren Holz- oder Kunststoffrahmen, in denen die Bienen ihre Waben bauen. Wer sich früh für ein passendes Maß entscheidet, kann Völker, Ableger und Zubehör leichter übernehmen oder austauschen.
Grundsätzlich unterscheidet man Magazinbeuten und Horizontalbeuten. Bei einer Magazinbeute werden Brutraum und Honigraum in Zargen übereinandergesetzt. Im Brutraum zieht das Volk seinen Nachwuchs auf; im darüberliegenden Honigraum lagert es den später zu erntenden Honig. Beim Top-Bar-Hive arbeiten Sie dagegen seitlich mit Oberträgern. Das beeinflusst die Durchsicht – also die Kontrolle des Volkes – ebenso wie die Erweiterung und Honigernte.
Einen ersten Überblick bietet unsere Auswahl an Beuten und Bienenkörben. Vergleichen Sie dabei nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Gewicht, Erweiterungsmöglichkeiten und die langfristige Verfügbarkeit passender Rähmchen, Böden, Dächer und Zargen.
In den Niederlanden und Teilen Belgiens ist die Spaarkast weit verbreitet. Dort ist sie für viele Anfänger eine praktische Wahl: Völker und Ableger auf dem passenden Rähmchenmaß sind vergleichsweise leicht erhältlich, und erfahrene Imker*innen vor Ort kennen das System. In anderen Regionen können Dadant, Deutsch Normalmaß, Zander oder Langstroth üblicher sein. Fragen Sie deshalb vor dem Kauf bei Ihrem örtlichen Imkerverein nach.
Die Spaarkast ist als übersichtliche Magazinbeute aufgebaut. Häufig startet ein Volk auf einem Brutraum und erhält bei zunehmender Volksstärke rechtzeitig einen oder mehrere Honigräume. Der richtige Zeitpunkt richtet sich nicht nur nach dem Kalender, sondern nach Volksentwicklung und Tracht – dem aktuellen Angebot an Nektar, Honigtau und Pollen. Achten Sie beim Nachkauf darauf, dass Rähmchenmaß und Ausführung tatsächlich zusammenpassen; ähnlich aussehende Teile verschiedener Hersteller sind nicht automatisch austauschbar.
Die Spaarkast ist sowohl aus Holz als auch aus Kunststoff erhältlich. Wer natürliche Werkstoffe und gute Reparierbarkeit schätzt, findet in den Spaarkasten aus Kiefernholz eine klassische Lösung. Mit einem geeigneten, bienenverträglichen Außenanstrich und regelmäßigem Wetterschutz kann eine Holzbeute viele Jahre genutzt werden.
In Deutschland gibt es kein einheitliches Beutensystem. Je nach Region sind vor allem Deutsch Normalmaß, Zander, Dadant und Langstroth verbreitet. Auch Segeberger Beuten aus Kunststoff werden häufig verwendet. Die Systeme unterscheiden sich insbesondere durch das Rähmchenmaß, die Größe des Brutraums und die Art der Betriebsweise.
Deutsch Normalmaß und Zander werden meist in Magazinbeuten mit übereinandergestellten Zargen geführt. Dadant arbeitet dagegen mit einem großen Brutraum und flacheren Honigräumen. Dadurch kann das Brutnest häufig in einer einzigen Brutraumzarge geführt werden. Langstroth ist international weit verbreitet und in unterschiedlichen Zargenhöhen erhältlich.
Für Anfänger*innen ist nicht automatisch das bundesweit bekannteste System die beste Wahl. Entscheidend ist vielmehr, welches Rähmchenmaß Ihr Imkerverein, Ihr Imkerpate*in oder der Züchter*in Ihres ersten Bienenvolkes verwendet. Ein Ableger – also ein neu gebildetes, kleines Bienenvolk – lässt sich besonders einfach übernehmen, wenn seine Rähmchen direkt in Ihre Beute passen.
Holzbeuten sind robust, gut zu reparieren und sorgen durch ihr höheres Eigengewicht für einen stabilen Stand. Dafür müssen die Außenflächen regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf behandelt werden. Das Gewicht ist besonders bei vollen Honigräumen wichtig: Eine mit Honig gefüllte Zarge kann erheblich schwerer sein als erwartet. Probieren Sie deshalb möglichst vor dem Kauf aus, ob Sie die gewählte Zargengröße sicher heben können.
Kunststoffbeuten aus Hartschaum sind leichter und besitzen eine hohe Wärmedämmung. Sie eignen sich daher gut, wenn geringes Gewicht eine wichtige Rolle spielt. Die Oberflächen sollten schonend und nur mit geeigneten Mitteln gereinigt werden, damit das Material nicht beschädigt wird. Die Poly-Spaarkast von BeeFun verbindet diese Eigenschaften mit dem vertrauten Spaarkast-Rähmchenmaß. Auch farbige Ausführungen sind erhältlich.
In unserer Auswahl an Kunststoffbeuten können Sie verschiedene Modelle vergleichen. Für ein gesundes Bienenvolk ist jedoch nicht allein das Beutenmaterial entscheidend. Wichtiger sind trockene und intakte Beutenteile, ausreichende Belüftung, eine angepasste Volksführung, gute Futterversorgung und eine wirksame Varroakontrolle.
Auch die Simplex-Beute ist in den Niederlanden und Belgien gebräuchlich. Je nach Ausführung kann sie mit dem dort verbreiteten Simplex- / Spaarkast-Rähmchenmaß arbeiten, doch Beutenkörper und Einzelteile sind nicht grundsätzlich identisch. Prüfen Sie daher vor dem Kombinieren immer die genauen Innenmaße und Produktspezifikationen. Unsere Simplex-Beuten zeigen die verfügbaren Ausführungen.
Wer eine andere, stärker am Naturwabenbau orientierte Betriebsweise sucht, kann die Warré-Beute in Betracht ziehen. Sie besteht aus kleineren Zargen und wird häufig mit Oberträgern statt klassischen Rähmchen geführt. Die Bienen errichten dabei ihre Waben weitgehend selbst. Das bedeutet jedoch nicht, dass keine Kontrollen nötig sind: Schwarmtrieb, Futtervorrat, Bienengesundheit und Varroabelastung müssen weiterhin fachgerecht beurteilt werden. Auch die Honigernte unterscheidet sich von der Arbeit mit Magazinbeuten und herausnehmbaren Rähmchen.
Bienenkörbe gehören zu den ältesten Formen der Bienenhaltung und sind kulturhistorisch besonders interessant. Für Anfänger*innen sind moderne Beuten mit beweglichen Waben meist geeigneter. Herausnehmbare Rähmchen erleichtern die vorgeschriebenen und imkerlich notwendigen Kontrollen, die Beurteilung der Brut sowie eine gezielte Varroabehandlung.
Mit der Beute allein ist die Grundausstattung noch nicht vollständig. Sie benötigen passende Rähmchen und Mittelwände, einen Stockmeißel, einen Smoker oder eine geeignete Alternative, Schutzkleidung und einen bienendichten Transportbehälter für das Bienenvolk. Mittelwände sind vorgeprägte Wachsplatten, die den Bienen als Bauhilfe dienen. Kaufen Sie das Volk möglichst erst, wenn Beute, Standplatz und Ausrüstung einsatzbereit sind.
In unseren Starterpaketen für die Imkerei sind wichtige Werkzeuge sinnvoll zusammengestellt. Kontrollieren Sie dennoch, ob Rähmchen, Mittelwände und Zubehör exakt zu Ihrem Beutensystem gehören. Ergänzend ist ein anerkannter Imkerkurs sehr zu empfehlen.
Begleiten Sie vor dem Start einen erfahrene*n Imker*in bei mehreren Durchsichten. Dabei lernen Sie, Brut in verschiedenen Entwicklungsstadien zu erkennen, Futtervorräte einzuschätzen und ruhig mit den Bienen zu arbeiten. Auch Schwarmkontrolle, Honigernte und Varroamanagement lassen sich unter Anleitung wesentlich sicherer erlernen. Öffnen Sie ein Volk möglichst zügig, aber ohne Hast, und legen Sie benötigtes Werkzeug vorher griffbereit.
Welche Beute ist für eine*n Anfänger*in am besten? Am besten eignet sich ein verbreitetes System, das Sie sicher handhaben können und für das in Ihrer Region Völker, Zubehör und fachkundige Hilfe verfügbar sind. In Deutschland sind je nach Region Dadant, Deutsch Normalmaß, Zander oder Langstroth üblich.
Ist eine Kunststoffbeute genauso geeignet wie eine Holzbeute? Beide Materialien eignen sich für die Imkerei. Kunststoff ist leicht und stark wärmedämmend, Holz robust und gut reparierbar. Entscheidend sind eine fachgerechte Volksführung, der Zustand der Beute und eine Ausführung, die zu Ihrer Arbeitsweise passt.
Kann ich Einzelteile separat nachbestellen? Bei gängigen Beutensystemen sind zusätzliche Brut- und Honigräume, Böden und Dächer meist separat erhältlich. Kaufen Sie möglichst innerhalb derselben Produktserie und prüfen Sie Maße sowie Ausführung, denn die Bezeichnung eines Systems allein garantiert nicht immer vollständige Kompatibilität.
Sie sind noch unsicher, welche Beute zu Ihrem Standort und Ihrer geplanten Betriebsweise passt? AllesfürdenImker berät Sie gerne bei der Auswahl. Teilen Sie uns mit, welches Rähmchenmaß in Ihrem Verein verwendet wird, wie viele Völker Sie halten möchten und ob für Sie ein geringes Zargengewicht besonders wichtig ist. So lässt sich die Auswahl gezielt eingrenzen.
Die beste Beute für Anfänger*innen ist ein verbreitetes, dauerhaft verfügbares System, das zum örtlichen Rähmchenmaß und zur eigenen Arbeitsweise passt. Achten Sie besonders auf das Gewicht voller Zargen, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Unterstützung durch erfahrene Imker. Holz und Kunststoff sind beide geeignet, wenn Beute und Bienenvolk fachgerecht geführt und gepflegt werden.
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